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Die Gewinner des Innovationsfonds stehen fest!

Zur Jurysitzung trafen sich die fünf verantwortlichen Vizepräsident*innen mit Vertreter*innen des Projektbeirats in der Aula der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (v.l.n.r. Reinhard Burtscher, KHSB; Michael Komorek, EHB; Stefanie Molthagen-Schnöring, HTW Berlin; Sabine Baumann, HWR Berlin; Joachim Villwock, BHT) | (c) Zukunft findet Stadt

Neun spannende Projekte wurden durch die Jury zur Förderung im Sommersemester 2026 ausgewählt.

 

Mitte Oktober 2025 tagte die Jury und wählte aus 33 Bewerbungen an jeder unserer fünf Verbundhochschulen ein bis zwei Projekte aus, die eine Förderung im Sommersemester 2026 erhalten werden. Wir freuen uns sehr über das große Interesse an der Ausschreibung und sind gespannt auf die Umsetzung der inhaltlich sehr verschiedenen Projektideen, über die wir auch hier im Blog weiter berichten werden.

Das Ziel des Innovationsfonds ist die Förderung von innovativen Vorhaben aus den Themenbereichen Gesundheit, Klima, Nachhaltigkeit und Resilienz und/oder die innovative Darstellung von Forschungsergebnissen. Gefördert werden ausgewählte Projekte der angewandten Forschung und aus der Hochschullehre, die konkrete, innovative Lösungen spezifisch für Berlin bieten oder Forschungsergebnisse kreativ kommunizieren. Die Einbindung von Praxispartner*innen sowie fach- und hochschulübergreifende Arbeit ist hierbei explizit erwünscht. 

Wie 2024, wo 11 Projekte gefördert wurden, werden die Gewinnerprojekte auch 2026 auf dem Wissenschaftsfestival Transferale (29. Juni bis 3. Juli 2026) vorgestellt.

 

 

Die Projekte im Überblick:

 

  • Caritas Factory

Im Projekt „Caritas Factory“ entwickeln YoungCaritas und die Ehrenamtskoordination der Caritas zusammen mit KHSB-Studierenden ein Konzept zur Umnutzung eines alten Kaufhauses in Wedding zu einem multifunktionalen, nachhaltigen sozialen Zentrum. Der Fokus liegt auf der Schaffung eines Ortes für Secondhand-Angebote, Upcycling, partizipative Bildungsformate und ehrenamtliches Engagement, um soziale Einrichtungen im urbanen Raum klimafreundlich und resilient weiterzuentwickeln.

Beteiligte Personen: Prof. Dr. Sarah Häseler (KHSB)

Beteiligte Praxispartner: YoungCaritas Berlin

 

  • Der Roboter Neffy als Fallbeispiel partizipativer Technikgestaltung:
    Transdisziplinäre Zusammenarbeit in der stadtteilbezogenen Langzeitpflege

Das Projekt untersucht die transdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Pflegeeinrichtungen und Quartiersbevölkerung, um den sozialen Roboter Neffy weiterzuentwickeln. Neffy, der Stressreduktion durch Atemübungen fördert, wird in Zusammenarbeit mit Studierenden und Fachkräften aus verschiedenen Disziplinen weiter optimiert, um vulnerablen Gruppen wie älteren Menschen oder Pflegebedürftigen niedrigschwellige, psychosoziale Unterstützung zu bieten und resilienzfördernde Strukturen im Quartier zu stärken.

Beteiligte Personen: Prof. Dr. med. Sven Lück (EHB), Prof.in Dr.in Ilona Buchem (BHT), Niklas Bäcker (BHT), Daniel Mauter (EHB), Manuel Oventrop-Gibson (EHB), Prof. Dr. Cordula Endter (KHSB), Angela Osterheider (KHSB), Prof. Dr. Elisabeth Eppinger (HTW Berlin), Frederika Olliges (HTW)

Beteiligte Praxispartner: Sunpark Pflege & Wohnen der Johannesstift Diakonie

 

  • Gemeinsam Stadtnatur erleben – 
    Partizipative soziale Teilhabe praktisch und wissenschaftlich erproben

In Kooperation zwischen EHB, dem Peer-Projekt von Fixpunkt gGmbH und dem Gemeinschaftsgarten Rollberg Paradise wird ein partizipatives Projekt zur Gestaltung von Stadtnatur entwickelt. Ziel ist es, den Gemeinschaftsgarten weiterzuentwickeln, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Nutzergruppen zu stärken und den positiven Einfluss gemeinschaftlicher Aktivitäten auf drogenkonsumierende Menschen in prekären Lebenslagen zu erforschen. Studierende der Sozialen Arbeit begleiten das Projekt wissenschaftlich und praktisch.

Beteiligte Personen: Prof. Dr. Rebekka Streck (EHB)

Beteiligte Praxispartner: Fixpunkt gGmbH, Gemeinschaftsgarten Rollberg Paradise

 

  • IK-KI – Intelligente Klimasteuerung mit künstlicher Intelligenz  

Das Projekt untersucht, wie KI-gesteuerte Sonnenschutzsysteme zur Bekämpfung von Hitzestress durch den Klimawandel in Berlin beitragen können, indem sie individuell auf verschiedene Gebäudeanforderungen reagieren. Dabei werden Prototypen entwickelt, die in Labor und Pilotanlagen getestet und optimiert werden, um eine kostengünstige und anpassbare Lösung für den Gebäudebestand zu schaffen.

Beteiligte Personen: Nikolai Kononenko, Prof. Dr.-Ing. Jan Mugele (HWR Berlin)

Beteiligte Praxispartner: ENGIE Deutschland GmbH NL Bln; Dr. Andrea Nakoinz, Fachärztin für Anästhesie, Beraterin für gesundheitsbezogene Anpassung an den Klimawandel; SPIE Germany Switzerland Austria GmbH NL Bln.; WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH; eZeit Ingenieure GmbH, DB InfraGO AG

 

  • KlimaPavillon – Windturm 3.0

Der Windturm 3.0 ist ein Design-Build-Projekt, das gemeinsam mit Studierenden realisiert wird und auf die zunehmende Hitzebelastung in Berlin reagiert. Der Nachfolger des bereits realisierten Design-Build-Konzepts (Windturm 2.0) nutzt natürliche Luftzirkulation zur Kühlung und kombiniert innovative Materialien mit alten Bauweisen, um einen nachhaltigen, klimafreundlichen Rückzugsort im öffentlichen Raum zu schaffen. Der Pavillon soll Bürger*innen für die Vorteile zirkulären Bauens und die Verbindung von Klimaanpassung und Resilienz sensibilisieren.

Beteiligte Personen: B.Sc Anna Doerr, B.Sc. Rieke Grundt, Prof. Zeynep Ayse Hicsasmaz-Heitele, Dipl.-Ing. Heike Maria Dertmann, Dipl.-Ing. Heike Dertmann (BHT)

Beteiligte Praxispartner: BHT / Labor Bausanierung und Energieeffizienz, BTU / Fachgebiet Tragwerksplanung, HPI d-school am Hasso-Plattner-Institut 

 

  • Resilienz im Untergrund – Gestaltungsansätze für sichere Mobilität am Kottbusser Tor

Das Projekt der Masterstudierenden der HTW Berlin untersucht, wie sich Sicherheit im Alltag gestalten lässt, insbesondere in öffentlichen Verkehrsräumen wie U-Bahnhöfen. In Zusammenarbeit mit der BVG, der Senatsverwaltung und zivilgesellschaftlichen Partnern werden Methoden der Umweltpsychologie und Stadtforschung genutzt, um unsichere Wahrnehmungen zu analysieren und durch Co-Design-Workshops konkrete Lösungen zu entwickeln, die Sicherheit, Sauberkeit und Teilhabe fördern.

Beteiligte Personen: Prof. Daniela Hensel, Prof. Regina Zeitner, Dr. Susann Ullrich, Jana Stallmayer (HTW Berlin)

Beteiligte Praxispartner: Berliner Verkehrsbetriebe, Senatsverwaltung für Inneres und Sport

 

  • Resilienz mobil machen

Das Projekt zielt darauf ab, mit Dual-Studierenden der BHT-Berlin und der Berliner Feuerwehr die Resilienz der Bevölkerung zu steigern. Durch partizipative Kiezworkshops, in denen Studierende Daten auswerten und Exponate sowie Experimente als Gesprächsmedium nutzen, sollen die Bürger*innen praxisnahes Wissen über Krisenbewältigung und Resilienz in alltäglichen sowie außergewöhnlichen Situationen erwerben. Ziel ist es, das Bewusstsein und die Handlungssicherheit der Bevölkerung in Bezug auf zukünftige Herausforderungen zu fördern.

Beteiligte Personen: Andre Windemuth, M.Eng. (BHT)

Beteiligte Praxispartner: Berliner Feuerwehr, Berliner Bezirksämter

 

  • Resilienz zivilgesellschaftlicher Organisationen gegenüber digitaler Gewalt – 
    ein Lehrforschungsprojekt 

Das Projekt untersucht die digitale Gewalt gegenüber zivilgesellschaftlichen Akteuren, insbesondere der LGBTIQ+-Bewegung, und entwickelt in Zusammenarbeit mit Praxispartnern Schulungskonzepte zu technischen, organisatorischen und rechtlichen Schutzmaßnahmen. Ziel ist es, Resilienz zu stärken und die Akteure nachhaltig zu unterstützen, um digitale Gewalt zu bekämpfen.

Beteiligte Personen: Prof. Dr. Mischa Hansel, Prof. Dr. Petra Sußner (HWR Berlin)

Beteiligte Praxispartner: Landeskriminalamt Berlin

 

  • VR4SENS – Interaktives VR-Training für Sensibilisierung
    und den Umgang mit herausfordernden Verhalten

Das Projekt entwickelt eine Virtual Reality (VR)-Anwendung, die realistische Szenarien mit herausforderndem Verhalten simuliert, um Fachkräften zu helfen, Konflikte besser zu verstehen und zu minimieren. In Zusammenarbeit mit dem IBZ des Alexianer Krankenhauses Hedwigshöhe und Studierenden der HTW und KHSB wird eine interaktive, praxisorientierte Lernumgebung geschaffen, die nach Projektende weiterhin in der Praxis und Lehre genutzt werden kann.

Beteiligte Personen: Prof. Dr. Bozana Meinhardt-Injac (KHSB), Prof. Dr. Johann Habakuk Israel (HTW Berlin)

Beteiligte Praxispartner: Informations- und Beratungszentrum (IBZ) des Alexianer Krankenhauses Hedwigshöhe