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Stärkung der Resilienzfaktoren durch künstlerische Selbsterfahrung – Das Selbst als geborgener Ort (Innovationsfonds 2024)

Das Bild veranschaulicht eine Malerei eines Workshop des InnoFonds geförderten Projekt zur Stärkung von Resilienz.
(c) Michéle Knuth

In Zeiten zunehmender Belastung und Unsicherheit gewinnt die psychische Widerstandskraft auch in sozialen Berufen an Bedeutung. Ob und wie künstlerische Selbsterfahrung zur Stärkung von Resilienz und Selbstwirksamkeit beitragen kann, haben Studierende an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) ausprobiert.

Der Hintergrund: Viele angehende Fachkräfte in sozialen Berufen erleben bereits während ihrer Ausbildung hohen Stress und eine psychisch-emotionale Belastung, die sich mit dem Berufeinstieg oftmals fortsetzen. Ohne ausreichende Unterstützung kann dies langfristig zu Erschöpfung, Rückzug oder sogar Arbeitsunfähigkeit führen. 

Im Sommersemester 2024 fand daher eine sechsteilige Workshopreihe, initiiert und geleitet von Bianca Bannach und Michèle Knuth, statt. Studierende der Sozialen Arbeit, Heilpädagogik, Kindheitspädagogik und Soziale Gerontologie hatten hier die Möglichkeit, durch Kunst neue Wege zu entdecken, um mit Herausforderungen umzugehen. Die Methode basierte auf kreativen Übungen, die helfen sollten, innere Stärke zu entwickeln, den eigenen Ausdruck zu finden und Resilienz zu fördern. Dabei ging es nicht um künstlerische Perfektion, sondern darum, Gedanken und Gefühle sichtbar zu machen. Durch Malerei, Collagen oder andere gestalterische Techniken konnten die Teilnehmenden erleben, wie Kunst helfen kann, Stress abzubauen und neue Perspektiven zu gewinnen.

Die Workshopreihe zeigte, dass künstlerische Selbsterfahrung ein vielversprechender Ansatz ist, um Studierende in sozialen Berufen mental zu stärken. So berichteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass sie sich durch die kreative Arbeit bewusster mit ihren Emotionen auseinandersetzen konnten und sich nach den Workshops gestärkter fühlten. Einige von ihnen wurden durch das Projekt animiert, sich intensiver mit Kunsttherapie zu beschäftigen. 

Zum Abschluss des Projekts wurden die entstandenen Kunstwerke und die wichtigsten Erkenntnisse auf der Transferale ausgestellt.