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Von Materialresten zu neuen Ideen: „Zukunft findet Stadt“ auf der Jugendmesse TINCON und der Digitalkonferenz re:publica

(c) BHT / Zukunft findet Stadt

Wie lassen sich digitale Fertigung, freie Software und Kreislaufwirtschaft verständlich vermitteln? Auf der Jugendmesse TINCON und der Digitalkonferenz re:publica zeigte das Team der GLASBOX der Berliner Hochschule für Technik, wie aus Materialresten neue Produkte und aus Neugier praktische Erfahrungen entstehen können.

 

Wer einen Rest Holz, eine ausrangierte Platte oder einen alten Stoff in den Händen hält, sieht darin oft Abfall. Die GLASBOX der Berliner Hochschule für Technik (BHT) verfolgt einen anderen Ansatz: Mit digitalen Werkzeugen, freier Software und offenen Bauplänen können vorhandene Materialien zum Ausgangspunkt neuer Ideen werden.

Mitte Mai brachte das Team diesen Ansatz auf zwei große Berliner Veranstaltungen: die Jugendmesse TINCON und die Digitalkonferenz re:publica. Beide Formate beschäftigen sich mit digitalen Technologien, Bildung und gesellschaftlichem Wandel – und boten damit den passenden Rahmen, um die Arbeit der GLASBOX einem breiten Publikum vorzustellen.

Drei Tage Mitmachen auf der TINCON

Vom 18. bis 20. Mai war die GLASBOX mit einer offenen DIY-Station im WOW!Space der TINCON vertreten. Das Konzept war bewusst niedrigschwellig: vorbeikommen, ausprobieren und ins Gespräch kommen.

Mit Lasercutter, mobiler CNC-Fräse und Nähmaschine konnten Besucher*innen aus vorhandenen Restmaterialien eigene Objekte herstellen. Unterstützt wurden sie dabei vom Team der GLASBOX, das die einzelnen Arbeitsschritte erklärte und bei der Umsetzung half.

Im Mittelpunkt stand die Arbeit mit parametrischen Designs. Dabei werden digitale Baupläne so angelegt, dass sie sich flexibel an unterschiedliche Materialgrößen und Anforderungen anpassen lassen. Ob Sperrholzreste, ausgemusterte Platten oder alte Stoffe – genutzt wurde, was bereits vorhanden war. Alle eingesetzten Werkzeuge basierten auf freier Software wie FreeCAD und Inkscape und liefen auf Linux-Systemen.

Das Angebot wurde besonders von Schüler*innen und Lehrkräften intensiv genutzt. Viele Besucher*innen kamen erstmals mit digitaler Fertigung in Berührung und nutzten die Gelegenheit, die Technologien selbst auszuprobieren.

Workshop auf der Digitalkonferenz re:publica: Dynamische Blaupausen

Am 19. Mai gestalteten Lisa Jakobi und Christophe Vaillant von der GLASBOX im Makerspace Community Garden der re:publica den Workshop „Dynamische Blaupausen: Freie Software und Open Design trifft Zirkularität“.

Anhand konkreter Beispiele zeigten sie, wie parametrische 3D-Modelle in Open-Source-Software zu flexiblen Bauplänen werden können. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke darin, wie sich Entwürfe an vorhandene Materialien anpassen lassen und welche Rolle offene Werkzeuge und frei zugängliches Wissen für eine ressourcenschonende Gestaltung spielen können.

Der Workshop stieß auf großes Interesse und führte zu einem intensiven Austausch über Open Design, digitale Selbstermächtigung und zirkuläre Produktionsweisen.

Sichtbarkeit für offene Werkstätten und zirkuläres Design

Neben den Workshops und Mitmachangeboten führte das Team der GLASBOX auf beiden Veranstaltungen zahlreiche Gespräche mit Besucher*innen aus Bildung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Besonders das Interesse von Lehrkräften zeigte, dass digitale Fertigung und Kreislaufwirtschaft auch für Schulen und außerschulische Lernorte zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Am ersten Veranstaltungstag informierte sich zudem die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey bei einem Rundgang über die Aktivitäten der GLASBOX.

Für “Zukunft findet Stadt” und die Berliner Hochschule für Technik boten TINCON und re:publica die Möglichkeit, aktuelle Themen aus Forschung, Transfer und gesellschaftlicher Innovation einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Gleichzeitig entstanden neue Kontakte und Impulse für die weitere Arbeit der GLASBOX – weit über den Hochschulcampus hinaus.

 

Kontakt

Christophe Vaillant, BHT
E-Mail: christophe.vaillant@bht-berlin.de
Tel.: 030 4504-5014

Lisa Jakobi, BHT
E-Mail: lisa.jakobi@bht-berlin.de
Tel.: 030 4504-5010

Nadia Hagemann, BHT (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
E-Mail: nadia.hagemann@bht-berlin.de
Tel.: 030 4504 - 5028

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