Wie gestalten Hochschulen und Städte gemeinsam Zukunft?
Beim TransformationsFORUM Hochschulstadt des Stifterverbandes in Halle (Saale) diskutierten Vertreter*innen aus Wissenschaft, Verwaltung und Stadtgesellschaft über neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Städte. „Zukunft findet Stadt“ war dabei und stellte im Panel „Resiliente Stadt Berlin“ konkrete Beispiele für kooperative Innovationsprojekte vor.
Wie gelingt Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Verwaltung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft, wenn es um die großen Herausforderungen unserer Zeit geht? Diese Frage stand im Mittelpunkt des TransformationsFORUM Hochschulstadt, zu dem der Stifterverband am 5. Mai 2026 nach Halle (Saale) eingeladen hatte.
Das Forum ist Teil des Förderprogramms „Transformationslabor Hochschule“ und brachte Akteur*innen aus ganz Deutschland zusammen, die an der Schnittstelle von Stadtentwicklung, Wissenschaft und gesellschaftlicher Transformation arbeiten. In Panels, Gesprächen und Workshops wurde deutlich: Klimawandel, gesellschaftlicher Zusammenhalt, digitale Resilienz oder Fachkräftemangel lassen sich nur gemeinsam bearbeiten – durch neue Allianzen und langfristige Kooperationen zwischen Hochschulen und kommunalen Partnern.
Im Vormittagsprogramm war auch das Berliner Hochschulnetzwerk „Zukunft findet Stadt“ vertreten. Unter dem Titel „Resiliente Stadt Berlin: Partnerschaft für die Zukunft gestalten“ diskutierten Vertreter*innen aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis darüber, wie Hochschulen für Angewandte Wissenschaften konkrete Beiträge zur resilienten Stadtentwicklung leisten können.
Moderiert wurde das Panel von Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnöring, Gesamtprojektleiterin von „Zukunft findet Stadt“. Mit ihr auf dem Podium saßen Prof. Daniela Hensel (HTW), Prof. Dr. Joachim Villwock (BHT), Prof. Dr. Mischa Hansel (HWR), Beate Albert von Berlin Partner sowie Benjamin Schmidt aus der Berliner Senatsverwaltung für Inneres.
Im Mittelpunkt standen dabei konkrete Projekte, die durch den Innovationsfonds von „Zukunft findet Stadt“ gefördert werden und beispielhaft zeigen, wie kooperative Forschung in Berlin aussehen kann:
Prof. Daniela Hensel arbeitet gemeinsam mit der BVG an dem Projekt „Resilienz im Untergrund“, in dem es um eine sichere und lebenswerte Gestaltung des Bahnhof Kottbusser Tor geht.. Prof. Dr. Mischa Hansel untersucht in seinem Projekt mit Prof. Dr. Petra Sussner an der HWR Berlin, wie zivilgesellschaftliche Organisationen in ihrer Resilienz gegenüber digitaler Gewalt gestärkt werden können. An der Berliner Hochschule für Technik, die von Prof. Dr. Joachim Villwock als Vizepräsident für Forschung vertreten wurde, wird mit der Berliner Feuerwehr gemeinsam im Projekt „Resilienz mobil machen“ an WS-Formaten mit Bürger*innen für den Wissenstransfer für Ernstfälle gearbeitet.
Die Diskussion machte deutlich, dass Hochschulen nicht nur Orte von Forschung und Lehre sind, sondern zunehmend als aktive Partnerinnen in urbanen Transformationsprozessen auftreten. Gerade Hochschulen für Angewandte Wissenschaften können dabei eine besondere Rolle übernehmen: durch praxisnahe Forschung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und enge Kooperationen mit Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Das TransformationsFORUM bot dafür einen passenden Rahmen: Menschen aus unterschiedlichen Regionen und Institutionen kamen miteinander ins Gespräch, teilten Erfahrungen und diskutierten darüber, welche Strukturen, Kompetenzen und Formen der Zusammenarbeit notwendig sind, um Transformation langfristig gestalten zu können.
Für „Zukunft findet Stadt“ war die Teilnahme eine wertvolle Gelegenheit, Berliner Perspektiven in die bundesweite Debatte einzubringen – und zugleich neue Impulse für die weitere Arbeit im Hochschulnetzwerk mitzunehmen.