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Ausschreibung für den Innovationsfonds 2025

“Zukunft findet Stadt” schreibt 2025 zum zweiten Mal den Innovationsfonds aus. Gefördert werden innovative Lehr-, Studien-, oder Forschungsprojekte, die sich mit Nachhaltigkeit, Klima und Gesundheit in Berlin beschäftigen. Die Fördersumme beträgt bis zu 10.000€ pro Hochschule. 

Die Details zur Ausschreibung werden im Folgenden ausführlich dargestellt. 

Sie wollen sich bewerben, aber haben noch offene Fragen? Schauen Sie gerne auf unserer FAQ-Seite vorbei! 

1. Das Verbundprojekt „Zukunft findet Stadt“

Im Rahmen von “Zukunft findet Stadt” bündeln fünf Berliner Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) ihre Forschungs- und Transferkompetenzen. Gemeinsam mit Projektpartner*innen gehen sie als Hochschulnetzwerk für ein resilientes Berlin drängende Herausforderungen der städtischen Gesundheit, der Veränderungen des Klimas und des nachhaltigen Lebens in der Großstadt an. 

Der Innovationsfond von “Zukunft findet Stadt” dient dazu, Wissenschaftler*innen der Hochschulen zu bestärken, ihr Wissen, ihre Expertisen und Fähigkeiten aktiv und bi-direktional im Austausch mit Akteur*innen der Stadt zu teilen.

Die beteiligten Hochschulen sind:

Das Projekt „Zukunft findet Stadt. Hochschulnetzwerk für ein resilientes Berlin“ wird im Rahmen der Bund-Länder-Förderinitiative „Innovative Hochschule“ vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege Berlin gefördert.

2. Der Innovationsfonds von „Zukunft findet Stadt“

Das Ziel des Innovationsfonds ist die Förderung von innovativen Forschungs- Lehr- und Transfervorhaben. In einer von drei Förderlinien können Mitglieder einer der fünf beteiligten Hochschulen bis zu 10.000 € (pro beteiligter Hochschule) für die Laufzeit von sechs Monaten beantragen:

  1. Interdisziplinarität (Förderung von fachübergreifenden oder hochschulübergreifenden Projekten)
     
  2. Citizen-Science-Formate / Partizipation (Förderung von Projekten, die Bürger*innen oder Praxispartner*innen einbeziehen)
     
  3. Kunst und Kultur / Wissenschaftskommunikation (Förderung von innovativer Darstellung von Forschungsergebnissen, z.B. Ausstellungsobjekte)

     

Gefördert werden Projekte in den folgenden Themenbereichen:

  • Nachhaltige und klimaneutrale Stadt (inkl. z.B. Mobilität, Energie, Stadtplanung, Bauen)

  • Klimaanpassung (z. B. Begrünung, Hitzeschutz, energetische Sanierung)

  • Kreislaufwirtschaft / Ressourcenschonung

  • Pflege der Zukunft

  • Gesundheit und Technik

  • Altern / alternde Gesellschaft 

  • Pflege und Gesundheitsberufe

Es werden ausgewählte Projekte der angewandten Forschung, aber auch aus der Hochschullehre mit und von Studierenden gefördert, die Lösungen für Berlin bieten oder Forschungsergebnisse kreativ kommunizieren. Die Einbindung von Praxispartner*innen (Transfer) sowie fach- und hochschul-übergreifende Arbeit ist hierbei explizit erwünscht.

 

3. Das Wissenschaftsfestival Transferale als Bühne

Die Transferale ist das Wissenschaftsfestival von „Zukunft findet Stadt“. Das Festival wird dezentral vom 29. Juni bis 3. Juli 2026 stattfinden, Räume des Austauschs und der Kooperation bieten und gleichzeitig auch Bühne sein für die ausgewählten Projekte des Innovationsfonds. 

Jedes durch den Innovationsfonds gefördertes Projekt wird  – mit Idee, Ansatz, Umsetzung und (ersten) Ergebnissen / im aktuellen Arbeitsstand – auf der Abschlussveranstaltung am 3. Juli 2026 vor Entscheidungsträger*innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur präsentiert. Zusätzliche Beiträge zum Festivalprogramm sind willkommen und erhalten an den jeweiligen Schwerpunkttagen der Hochschulen eine besondere Sichtbarkeit.
Mehr Informationen zum Konzept des Festivals und der Programmplanung erhalten alle für die Förderung ausgewählten Projekte im Herbst 2025.

4. Wie erfolgt die Auswahl und welche Kriterien werden für die Begutachtung von Anträgen herangezogen?

Die Auswahl der Projekte erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Nach einer hochschulinternen Vorauswahl wählt eine Jury (u.a. Vertreter*innen des Beirats) pro Hochschule ein oder mehrere Projekte aus, die gefördert werden. Die Auswahl orientiert sich an folgenden Kriterien:

1. Qualität des inhaltlichen Fokus 

  • Thematischer Fokus: Stehen die Herausforderungen für die Stadt Berlin durch Klimawandel und Fragestellungen im Gesundheitsbereich im Fokus des Projekts? Inwiefern kann das Projekt dazu beitragen, die Stadt in Bezug auf diese Herausforderungen resilienter zu machen? Werden mehrere der genannten Themen im Projekt aufgegriffen und wenn ja, wie gelingt die Verbindung dieser Themen?

  • Passt das Projekt zur Transferale? Passt der thematische Fokus des Projekts zu den Themen der Transferale 2026? Wie sehr stehen die für „Zukunft findet Stadt" relevanten Themen Klima, Klimaanpassung, Nachhaltigkeit, Gesundheit und Resilienz im Vordergrund des Projekts? Sind diese Hauptfokus oder nur Nebenthemen?

  • Wissenschaftlicher Bezug: Wird mit dem Projekt ein wissenschaftliches Erkenntnisinteresse verfolgt?

  • Wissenschaftliche Originalität: Was ist das Neue und Originelle am Konzept, insbesondere in wissenschaftlicher Hinsicht?
     
  • Schlüssigkeit und Wissenschaftlichkeit des Konzepts: Ist das Konzept schlüssig argumentiert? Wird auf wissenschaftliche Befunde in den genannten Feldern und auf andere erprobte Zugänge und Verfahren Bezug genommen? Ist das Projekt im Förderzeitraum und mit den Fördermitteln realisierbar?
     
  • Einbindung in die Lehre: Ist eine Einbindung des Projektes in die Lehre geplant?
     
  • Perspektive Verstetigung: Gibt es Überlegungen dazu, ob und wie das Projekt weitergeführt wird? Sind konkret weitere Maßnahmen geplant?
     
  • Arbeitsstand: Handelt es sich um ein (nach 2021) abgeschlossenes Projekt, dessen Ergebnisse präsentiert werden sollen oder um ein Projekt, das mit dem Innovationsfonds startet?
     
  • Bereits abgeschlossene Projekte: Hat das Projekt bereits positive Effekte bzw. konkret Erfolg gezeigt? Wie?

2. Qualität der Zusammenarbeit

  • Einbeziehung von Praxispartner*innen: Werden Praxispartner*innen am Projekt beteiligt? Wer? Wenn ja, wie werden diese einbezogen?

  • Einbeziehung von Studierenden: Werden Studierende in das Projekt einbezogen, bzw. ist das in Zukunft geplant oder möglich?

  • Fachübergreifende Zusammenarbeit: Wird mehr als eine Fachrichtung/Disziplin mit einbezogen? Wenn ja, wie soll die Zusammenarbeit organisiert werden?

  • Hochschulübergreifende Zusammenarbeit: Ist mehr als eine Hochschule an dem Projekt beteiligt? Wenn ja, wie soll die Zusammenarbeit organisiert werden?

3. Qualität des Transfers

  • Wissenschaftskommunikation: Geht das Projekt neue Wege in der Vermittlung von Forschung? 
     
  • Wie interaktiv ist das eingereichte Format? Ist das Format für die Transferale 2026 geeignet?
     
  • An welche Zielgruppe richtet sich das Format? Bindet es neue Zielgruppen ein? Passt das Projekt zu den Zielgruppen der Transferale?
     
  • Sichtbarkeit / Ausstellbarkeit: Gibt das Projekt einem bisher ggf. wenig beachteten Thema / Teilbereich besondere Sichtbarkeit? 
     
  • Transfer-Kommunikation: Eignet sich das Projekt als Vorbild für andere Transferprojekte? Ist es als Best Practice geeignet?

4. Qualität der Finanzplanung

  • Finanzieller Bedarf: Wird transparent und plausibel dargelegt, welche Gelder für die Durchführung des Projekts wie verwendet werden sollen?
     
  • Liegt eine mögliche Doppelförderung vor (ggf. Ausschlusskriterium)
     
  • Quer-Finanzierung: Dient die Förderung der Quer-Finanzierung von Forschungsprojekten?

5. Wie sieht die Förderung im Einzelnen aus?

Es werden je Hochschule ein oder mehrere Projekte für die Dauer von max. sechs Monaten gefördert. Das Fördervolumen beträgt insgesamt 10.000 Euro pro beteiligter Hochschule. Diese können im Projekt für Sach- und Personalkosten verwendet werden.

“Zukunft findet Stadt” bietet den geförderten Projekten daneben öffentliche Sichtbarkeit. Dazu zählen u. a. die Vorstellung der Projekte in unserem Blog sowie auf den Social-Media-Kanälen des Verbundprojekts. Mit der Transferale stellt “Zukunft findet Stadt” den geförderten Projekten eine zusätzliche Plattform zur Verfügung, das Projekt außerhalb der Hochschule zu präsentieren. Die Transferale wird durch umfangreiche Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit begleitet. An den einzelnen Hochschulen können weitere Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit die Sichtbarkeit der geförderten Projekte erhöhen.

In Zusammenarbeit mit dem Verbundpartner Museum für Naturkunde Berlin bzw. dessen Berlin School of Public Engagement and Open Science bekommt jedes Team der ausgewählten Vorhaben eine begrenzte Anzahl an Plätzen in der Trainingsreihe "Third Mission School" zu Public Engagement und Impact. Nach individueller Absprache besteht für 1-2 Mitarbeitende je Vorhaben die Möglichkeit zur kostenfreien Teilnahme an Trainingsmodulen, projektbezogenen Coachings und Vernetzungsangeboten. 

Mehr zur Berlin School of Public Engagement and Open Science können Sie hier nachlesen. 

6. Wer kann sich bewerben?

Die Personen, die sich bewerben, müssen einer der teilnehmenden Hochschulen (BHT, HTW, HWR, EHB, KHSB) angehören. Alle Angehörigen dieser Hochschulen können sich bewerben, also sowohl Professor*innen, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, aber auch Studierenden-Initiativen und -Teams, Hochschul-Initiativen sowie Hochschulangehörige aus Verwaltung und Technik. Die rein studentischen Projekte brauchen eine*n Mentor*in (z. B. aus der Gruppe der Professor*innen oder wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen). Und: Jede Person/jedes Team kann sich nur mit einem Projekt für eine Förderung des Innovationsfonds bewerben.

7. Gibt es bei einer erfolgreichen Bewerbung Verpflichtungen?

Bei einer erfolgreichen Bewerbung verpflichten sich die Projektdurchführenden, das Projekt beim Wissenschaftsfestival Transferale, voraussichtlich am Freitag, den 3. Juli 2026, vorzustellen. Die Art der Präsentation sowie die dafür benötigte Ausstattung sind individuell und entsprechend des Veranstaltungskonzepts und der räumlich-technischen Gegebenheiten mit dem Organisationsteam der Transferale im Herbst / Winter 2025/2026 abzustimmen. Hierzu zählt auch die Bereitstellung von kurzen Beschreibungen und ggf. Bildmaterial für die Öffentlichkeitsarbeit nach Absprache. Die Mitwirkung an weiteren Tagen der Transferale ist optional und wird im individuellen Gespräch erörtert.

Darüber hinaus muss bis zum 31.10.2026 eine Abschlussdokumentation sowie ein Nachweis über die Verwendung der Fördermittel bei der zuständigen Ansprechperson der Hochschule (s. u.) eingereicht werden.

Die Mitwirkung an zwei halbstündigen qualitativen Interviews zur Evaluation ist optional.

8. Welche Unterlagen muss ich einreichen?

Für die Bewerbung sind folgende Unterlagen nötig:

  • eine kurze Zusammenfassung des Vorhabens (max. 1200 Zeichen inkl. Leerzeichen) für die Jury
  • ein Kurzkonzept des Projekts (max. 5 Seiten)
  • ein Kostenplan
  • aktuelle Immatrikulationsbescheinigung (nur Studierende)

Weitere Hinweise Hinweise zur Bewerbung finden Sie in den FAQs.

9. Was sind die zeitlichen Vorgaben für Bewerbung und Durchführung der Projekte?

  • Bewerbungsschluss: 15.09.2025
  • Jurysitzung: 17.10.2025
    Förderzusage: Ende Oktober 2025
  • Projektdurchführung: ab frühestens 02/2026, vorrangig jedoch: 01.04.-30.09.2026  (SoSe 2026)
  • Präsentation/Transferale: 29.06.-03.07.2026
  • Abschlussdokumentation: bis 31.10.2026

10. Was mache ich, wenn ich noch weitere Fragen habe?

Bei weiteren Fragen schauen Sie bitte zunächst online in die FAQs. Wird Ihre Frage dort nicht beantwortet, wenden Sie sich an die Ansprechperson an Ihrer Hochschule oder besuchen Sie unsere Online-Sprechstunden zum Innovationsfonds (Termine siehe Website):

HTW: Lena Delius, lena.delius@HTW-berlin.de; Eleonora Frühwirt, eleonora.fruehwirt@htw-berlin.de

HWR: Leo Fenster, leo.fenster@hwr-berlin.de

BHT: Elli Strauven-Dejean, elli.strauven-dejean@bht-berlin.de

KHSB: Yori Schultka, yori.schultka@khsb-berlin.de

EHB: Roswitha Hermann, roswitha.hermann@eh-berlin.de