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Hochschulen als urbane Labore für Barrierefreiheit und Mobilität

Rollstuhl auf dem Fahrradweg
unsplash / Rasmus Gerdin

Mobilität ist mehr als nur Fortbewegung - sie verbindet Menschen, Ideen und Chancen!

Warum Mobilität mehr ist als Bewegung

Mobilität entscheidet darüber, wie wir in Städten leben, arbeiten und uns austauschen. Sie bestimmt gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion. Wie können wir Barrieren abbauen, Räume öffen und Innovation zulassen? Für die Zukunft Berlins schaffen unsere Berliner Hochschulen erste Ansätze für ein innovatives, inklusives und nachhaltiges Berlin.

Inklusion als Forschungsauftrag (EHB)

Die Evangelische Hochschule Berlin (EHB) verbindet Forschung mit Praxis, sowohl auf dem Campus der EHB als auch in der Lehre und im Bereich der Forschung. Ein besonders spannendes Projekt im Bereich der Inklusion & Partizipation [Community Management] ist das Projekt Räume barrierefrei gestalten, das bereits auf der Transferale 2024 allen Besucher*innen vorgestellt wurde. Hier werden öffentliche Räume unter inklusiven und klimafreundlichen Gesichtspunkten neu gedacht. Der Campus der EHB selbst ist größtenteils barrierefrei ausgestattet - mit rollstuhlgerechten Parkplätzen, Aufzügen, Rampen und Behinderten-WCs. Bewerber*innen erhalten individuell angepasste Beratungsangebote und werden durch Nachteilsausgleiche begleitet. Weitere Infos erfahrt ihr HIER.

Mobilität im Dialog (KHSB)

Ganz ähnlich sieht es auch an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) aus. Im Zuge des sozialen Hochschulprofils werden Barrierefreiheit und Teilhabe besonders auch im Alltag und auf dem Campus gelebt. Beratungsangebote unterstützen Studierende mit Einschränkungen. Umgekehrt bringen diese auch ihre Expertise ein, zum Beispiel bei Überlegungen zu Ausschilderungen in Brailleschrift für blinde Menschen. Die eher kleine Hochschule profitiert hier von persönlicherem Charakter und starkem partizipativem Profil. Dialogformate wie die KiezTalks (Zukunft findet Stadt) oder Studienschwerpunkte zum Stadtteilorientierten Arbeiten fördern den Austausch mit der Öffentlichkeit über verschiedene Aspekte von Mobilität.

Nachhaltigkeit trifft Teilhabe (HWR)

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) verbindet vor allem den Klimaschutz mit Bereichen der Inklusion und bezieht ihre Mitglieder ein. Ihre Mobilitätsumfrage zeigt, wie Studierende und Mitarbeitende zur Arbeit/ihrer Ausbildungsstätte pendeln, welche Verkehrsmittel genutzt werden und wo Barrieren bestehen - sehr vielfältig. Darüber hinaus werden mit dem Erasmus-Programm "Green Travel" Lösungen für ein Jobticket und Sharing-Angebote geschaffen, die ökologische Nachhaltigkeit mit sozialer Verantwortung verbinden (HWR Klimaneutral mobil)

Fahrradfreundlich und emissionsarm (BHT)

Die Berliner Hochschule für Technik (BHT) setzt sich aktiv für eine nachhaltige und fahrradfreundliche Mobilität ein. Ziel ist es dazu beizutragen, den Alltag der Studierenden und Mitarbeitenden umweltfreundlicher zu gestalten und gleichzeitig ein Bewusstsein für klimafreundliche Wege zur Hochschule zu schaffen. Um mehr über die genutzten Verkehrsmittel im Pendelverkehr zwischen Wohnort und Campus zu erfahren, wurde im Sommersemester 2025 eine Mobilitätsabfrage durchgeführt (BHT Mobilität). Mit einer öffentlichen Fahrradreparaturstation zeigt die BHT, dass nachhaltige und inklusive Fortbewegung im Hochschulalltag sichtbar gelebt wird. Zusätzlich unterstützt sie ihre Beschäftigten mit einem Arbeitgeberzuschuss zum Firmenticket des öffentlichen Nahverkehrs - ein weiterer Schritt in Richtung einer grüneren, bewegungsfreundlichen Hochschule.

Es wurden bereits viele zukunftsfähige Maßnahmen im Bereich Mobilität & Barrierefreiheit umgesetzt. Durch stetigen Austausch mit den Berliner KMUs (Klein-und mittelständische Unternehmen) sowie Bürger*innen der Stadt, auch durch die verschiedenen Transferformate des Projektes Zukunft findet Stadt, werden stetig neue Bedarfe ermittelt, erprobt und umgesetzt.